Arlette Schneider, Inhaberin

 

«Fantasy and clothes go together a lot»
Andy Warhol

 

 

Ohne auch nur die geringste Ahnung davon zu haben, wer Andy Warhol ist, lebte ich schon als kleines Kind diesem Satz von Warhol nach: Zum Vergnügen meiner Mutter war ich im Stande mehrmals täglich meine Kleider zu wechseln, da nach meinem Verständnis jedes Spiel sein ganz spezielles Outfit benötigte. So entstand aus grünen Kehrichtsäcken meine erste eigene Kollektion, welche, mit einer Performance begleitet, durch das Treppenhaus des heimischen Wohnblocks auf Tournee ging. Meine Affinität war somit schnell quartierweit bekannt.
Noch mehr als den Schulunterricht liebte ich die Ferienzeit, denn diese verbrachte ich mit Nähen oder dem Kreieren einer eigenen Schmuckkollektion, in deren Produktion mitunter die ganze Familie eingebunden wurde.

Nach der Diplommittelschule, mit dem Fokus auf Gestaltung und Kunst erlernte ich das Modegeschäft buchstäblich von der Pike auf. Noch während meiner Ausbildung zur Detailhandelsfachfrau bei der Kitchener AG in Bern inszenierte ich im Alter von 20 Jahren meine erste Modeschau «Modern Amusement» in der Dampfzentrale Bern. Mit meinem Lehrabschluss mit Auszeichnung für hervorragende Leistungen in der Tasche machte ich mich auf die Wanderjahre, welche mich (u. a.) zur Zürcher Designerin Ida Gut und zu Modeevents wie «Blickfang» oder «Gwand» führten.

Um diese Erfahrungen reicher kehrte ich nach Bern zur Boutique Kitchener zurück, wo ich erst als Modeeinkäuferin arbeitete und schliesslich für den Entwurf und die Produktion der Inhouse-Linie «items, Lieblingsteile im Kleiderschrank», Marketing sowie Kundenanlässe verantwortlich war. Nebenbei wirkte ich als künstlerische Leiterin an unzähligen Modeevents und Performances mit und lernte über die Jahre sehr inspirierende Persönlichkeiten kennen.

Den letzten Schliff holte ich mir 2004 im Mutterland der Mode am Instituto Marangoni in Mailand, wo ich einen Master in «Fashion Promotion» absolvierte und anschliessend für Mast Industries (Victoria’s Secret, Henry Bendel, Abercrombie & Fitch) arbeiten konnte.
In den Bereichen Styling, Nähen, Weben und Stricken habe ich mich laufend weitergebildet, verschiedenen ModedesignerInnen stand ich beratend zur Seite und setzte Projekte im Bereich Musik und Tanz um.

Dass ich seit November 2016 all meine reichen Erfahrungen in meinem eigenen Projekt, im «rytz» vereinen kann, ist grossartig.
Aber keine Angst, zu Kleidern umfunktionierte Kehrichtsäcke finden sie keine an den Bügeln von rytz!